Im Bereich der interkulturellen Pädagogik stehen die Förder- und Unterstützungsmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund bzw. nichtdeutscher Muttersprache sowie der Erziehungsauftrag zum interkulturellen Lernen im Mittelpunkt.

Die Schule hat die Aufgabe, Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache individuelle Lernhilfen zu bieten.

Hierbei handelt es sich um den Erwerb und den Ausbau der Sprachkompetenz in Deutsch und um den Erhalt der sprachlichen und kulturellen Identität. Gleichzeitig verfolgt die Schule durch die interkulturelle Erziehung das Anliegen, Toleranz zwischen den Schülern zu vermitteln und zum Begreifen, Erleben und Mitgestalten andersartiger kultureller Werte aktiv und altersgerecht beizutragen. Schüler mit Migrationshintergrund sind eine Bereicherung für die Schulgemeinschaft. Durch das Miteinander bieten sich vielfältige Gelegenheiten, gegenseitiges Verständnis und Toleranz im Klassenzimmer zu erfahren und zu praktizieren.

 

Das Staatliche Schulamt in der Landeshauptstadt München informiert und leistet Unterstützung in vielfältiger Weise:

 

1. Vorkurse in Deutsch für künftige Schulanfänger:

Um bereits vor der Einschulung Sprachdefizite abzubauen, werden im Schuljahr 2018/2019 insgesamt 334 Vorkurse mit je 3 Wochenstunden pro Kurs für ca. 5.000 Kinder abgehalten, wofür 1.002 Lehrerwochenstunden verwendet werden.

Ein gleiches Angebot in entsprechendem Umfang wird von Seiten der Kindergärten erbracht.

 

2. DeutschPLUS:

Den Grund- und Mittelschulen werden insgesamt 3473 Lehrerstunden für begleitende Fördermaßnahmen in Deutsch als Zweitsprache für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache, die eine Regelklasse besuchen, zur Verfügung gestellt. DeutschPLUS kann ergänzend oder parallel zum Pflichtunterricht und auch klassenübergreifend durchgeführt werden.

 

3. Deutschklassen:

Zusätzlich werden für die Förderung der Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse, die als Quereinsteiger auch während des Schuljahres angemeldet werden, Deutschklassen an Grund- und Mittelschulen eingerichtet.

In 82 Deutschklassen erhalten die Schüler neben dem sonstigen Unterricht wöchentlich 10 Stunden Deutsch als Zweitsprache. Neu ist, dass die Schülerinnen und Schüler Unterricht und Zusatzangebote über den ganzen Tag verteilt erhalten. Darin findet sich Pflichtunterricht in „kultureller Bildung und Werteerziehung“ sowie die „weiterführende Sprach- und Lernpraxis“, die in der Regel von externen Partnern umgesetzt werden soll.

Das Ziel ist ein möglichst schneller Übertritt in die Regelklasse. In Deutschklassen können sich in der Regel bis zu 20 Schüler befinden.

 

4. Islamischer/Alevitischer Religionsunterricht:

Mit Beginn des Schuljahres 2009/10 wurde das Fach Islamischer Unterricht eingeführt. Im aktuellen Schuljahr werden an 27 Grund- und Mittelschulen 346 Lehrerwochenstunden in diesem Fach erteilt.

Seit dem Schuljahr 2008/2009 findet Alevitischer Religionsunterricht in München statt. In diesem Schuljahr wurden an 2 Grundschulen 3 Sammelkurse eingerichtet.

 

Ansprechpartner:

Frau Steudemann, Schulamtsdirektorin (Schulamtsbezirk VII)

Frau Hilzinger, Schulrätin (Schulamtsbezirk I)

Frau Buchinger, Verwaltungsangestellte, Tel. 5441-3555

Frau Albrecht, Lehrerin, Tel.: 5441-3563

Frau Matern, Lehrerin, Tel. 5441-3562

Frau Wasnick-Friebe, Verwaltungsangestellte, Tel. 5441-3562

Fachberaterinnen und –berater/Migration

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